Als ich von meinem Vater, aus den Ferien,wieder kam, waren wir bereits umgezogen.

Nur mein Bruder, meine Mutter und ich (und Katze).

 

Das erste mal fühlte ich mich frei und bekam Kontakt zu Freunden. Wir wohnten nun in einem Mehrfamilienhaus in einem Ort an dem ich schon als kleines Kind gewohnt hatte, als wir bei meinem Vater ausgezogen waren. Wir sind in meinem Leben sehr viel umgezogen.

Als ich klein war haben in diesem Mehrfamilienhaus die „Asylanten“ gewohnt. Mein Bruder und ich sind dort ein uns aus gegangen als Kinder.

Notiz am Rande….Es war quasi die eigene (deutsche ) Familie die uns etwas angetan hatte. Bei den „Asylanten“ waren wir seit je her sicher. Mein Bruder und ich hatten mächtig Spass dort und nie ist uns dort was passiert.

Nach den „Asylanten“, haben in dem Haus Kurden gewohnt. Is auch ok für mich. Bissi eklig war vielleicht, dass das Haus danach saniert werden musste. Aus Erzählungen meiner Mutter, weiss ich das in der Wohnung noch die Geräte vom Kammerjäger standen als sie die Wohnung besichtigt hat.

Es war die lang ersehnte Freiheit… 

Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass der Ex meiner Mutter gut verdient hat und wir immer ein relativ „wohlhabendes“ Leben dort geführt haben. Nach aussenhin schien alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ zu sein. Eine „leicht überdurchschnittliche Familie“ eben. Zuletzt lebten wir in einem Haus mit zwei Stockwerken mit jeweil, schätze ich 100 qm, zwei Bädern, einer Gästetoilette und einem offenen Kaminzimmer. Mein Bruder und ich hatten jeweils ein eigenes Zimmer. Wir wohnten zwar „nur“ zur Miete, aber an sich hätte man meinen können, dass es uns an nichts fehlt. Eher noch zu viel des „Guten“.

 

Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.

-Albert Einstein-

Mir hat Geld noch nie etwas bedeutet… Mir sind Aussehen, Geld & Karriere nicht wichtig.

Im Gegenteil… Mein zweiter Täter ( der Ex meiner Mutter) hatte Geld und eine „erfolgreiche“ Karriere… Herzlichen Glückwunsch… Mit der Bedeutung der wir diesen Dingen zuweisen, machen wir aus „Scheisse“, „Gold“ und vergessen was im Leben wirklich zählt.

Mal ein kleiner Exkurs, um die Gelegenheit zu nutzen, zu zeigen wieso es mir auch heute nicht wichtig ist.

Geld regiert die Welt 

https://youtu.be/n5UJb0ygAZk

Naja, meine Abneigung gegenüber Anzugträgern manifestiert sich noch heute… Das was ich haben wollte, konnte nicht mit Geld gekauft werden…

Take my hand, not my picture, spelled my T-shirt
I don’t want to take what you can give…
I would rather starve than eat your breast…
All the things that others want for me…
Can’t buy what I want because it’s free…
Can’t buy what I want because it’s free…
Can’t be what you want because I’m…

 

Nun waren wir endlich aus der Hölle raus… Es fanden sich Freunde und wir konnten aufatmen, aber ich blieb trotzdem noch weiter der „Sonderling“. Meine Schulnoten lagen eher so bei 3 in Richtung der Note 6. Ich war überwiegend in mich gekehrt, ließ mir mein Essensgeld von Mitschülern abnehmen und im Unterricht hab ich die meiste Zeit aus dem Fenster geschaut und in meiner „kleinen Welt “ vor mich hingeträumt.

Meine Mutter hatte für mich einen „Therapieplatz“ beim Gesundheitsamt organisiert und dort ging ich dann paar Mal hin. Ich habe aber auch dort nicht gesprochen. Immer nur Bruchstücke von mir gegeben. Immerhin hatten sie die Infos aus dem Buch wo ich versuchte alles rein zu schreiben.

Als wir auszogen, war ich ca. 11 Jahre alt und mit 12 lernte ich einen Mann kennen. Er war der Bruder von unserem Nachbarn und war 15 Jahre älter als ich. Er kam immer häufiger bei seinem Bruder vorbei und wir kamen ins Gespräch. Er lud mich ein mit ihm auf seinem Motorroller ein paar Runden zu fahren und brachte mir das fahren bei.

Meine Mutter war viel Arbeiten und mein Bruder war oft nach der Schule und über Nacht bei seiner damaligen Freundin. Ich war oft allein zu Haus.

Ich traf mich immer häufiger mit ihm. Wir hatten ein sehr freundschaftliches Verhältnis zueinander. Wir fuhren teilweise um die 50 km am Tag. Meistens durch Wälder & Felder.

Wir trafen uns immer wieder an der selben Stelle im Ort wo ich wohnte, aber so dass es niemand mitbekam. Und irgendwann als wir wieder im Wald unterwegs waren, haben wir uns das erste mal geküsst. Die treffen gingen immer weiter über Wochen. Bei mir stellte sich irgendwann ein Gefühl von Schwärmerei ein und ich wollte ihm gefallen. Aus küssen wurde mehr. Irgendwann wollte er noch mehr und setzte mir ganz „liebevoll“ die Pistole auf die Brust:

„Ich kann ja verstehen, dass du nicht willst, aber ich lass mir dann von Christina einen blasen…“

Kenne ich schon aus vergangenen Tagen, dieses Psychospiel… „Mach was ich möchte oder ich bin böse auf dich bzw.hab dich weniger lieb… Heute weiss ich das, aber oft genug belastet mich dieses Muster. Damals hab ich einfach nur gehandelt wie immer.

Herzlichen Glückwunsch… Mit diesem Druckmittel hatte er mich dann und somit hatte ich mein erstes mal mit 12 Jahren…. In einem Zelt…. Mitten im Wald… Mit einem Mann der 27 war. Und zu allem Überfluss… Fuhr mitten im Wald, mitten in der Pampa, wärend meinem ersten Mal, ein Fahrradfahrer vorbei wärend das Zelt wackelte und ich vor Angst und Aufregung zitterte.

Ich kann grade nur noch lachen… Wenns kacke läuft dann Richtig 😀 *Galgenhumor* Naja… schlimmer geht ja immer 😉

Das Ganze mit ihm ging ca 1,5 Jahre. Ich fehlte immer öfter in der Schule. Da mein Lehrer oft Krank war fiehl niemandem auf das ich 7 Wochen fast durchgängig geschwänzt hab. Ein „Lob“ damit ans deutsche Bildungssystem, es fiel nämlich niemandem auf ausser der Mutter eine Freundes weil er erzählte das ich wieder gefehlt habe 😉

Wenn meine Mutter bei ihrem neuen Freund war und mein Bruder bei seiner Freundin, war ich Nachts auch bei meinem Freund. Ich wusste dann irgendwann ganz genau wie sehr wir nicht erwischt werden durften. Wir trafen uns trotzdem.

Irgendwann kam meine Mutter Nachts nach hause und ich war nicht da. Sie fuhr wieder zu ihrem Freund und rief immer wieder zu hause an. Irgenwann ging ich dann auch dran. Meine Mutter war eiskalt zu mir und ich hab mir fast in die Hose gepisst vor Angst. Ich fragte sie, ob sie böse auf mich sei… und sie sagte nur „Wir reden später“…

Der blanke Horror… Diese Gefühle von Angst und Schuld und Ungewissheit, gemischt mit dem Gefühl, dass ich jetzt wieder ewig ignoriert werde, waren unerträglich.

Meine Mutter war natürlich super sauer und wollte wissen wo ich war. Ich legte mir eine total löchrige Lüge zurecht, dass ich bei einer Freundin geschlafen hätte, bla bla…

Lügen war noch nie meine Stärke, aber das muss es auch garnicht.

Ich hatte die Angst des Todes denn ich hab kurz drauf auch meinem „Freund“ bescheid gegeben und von ihm ließ ich mich dann auch noch unter Druck setzen. Er meinte das er in dwn Knast käme wenn das raus kommen würde und das meine Mutter auch zur Rechenschaft gezogen werden würde, da sie die Aufsichtspflicht verletzt hätte. Von beiden Seiten übelster Druck und ich weiss nicht mehr genau was ich meiner Mutter von dem Ganzen erzählt habe.

Ich sollte den Kontakt abbrechen zu ihm und habe es dann auch irgendwann getan. Ich hatte regelrecht Angst es zu beenden. Ich hatte in gewisser Weise, Angst vor ihm. Es wuchs mir schon lange über den Kopf. Das was da ablief war keine Liebe… Es war mein „Muster“, was ich von Kind an gelernt hatte…

And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I’m dying
Are the best I’ve ever had
I find it hard to tell you
Cause I find it hard to take
When people run in circles
It’s a very, very
Mad world

Es hätte mir längst klar sein müssen, dass er ein krankes Schwein ist… Das erste Anzeichen war wohl, dass er sich auf ne 12 jährige eingelassen hat (die noch mit Barbie´s gespielt hat).

Viel besser wird es auch nicht wenn ich bedenke, dass wir sogar Sex hatten als Christina genau neben uns lag und wach war und er mir signalisierte, dass ich hinschauen solle.

Oder das mal wo ich ihn Oral befriedigt habe und er sich dabei einen selbstgedrehten Porno anschaute von sich und seiner Ex- Freundin…

Kranker Scheiss fällt mir grad mal so auf 😦

It´s a very very Mad world!

 

 

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