Nicht nur durch Mallory drückt sich mein Zwiespalt aus. In allem was ich sage und in allem was ich tue… sogar meine Wohnung ist ein Ausdruck meines Zwiespaltes.

Zwiespalt und Chaos.

Ein innerer Kampf zwischen Verstand, Herz und Mustern.
Seit dem ich den Entschluss gefasst habe, auf meine Herz zu hören, ist der Konflikt spürbar.

Ich ertappe mich in Gesprächen mit Freunden, wie ich etwas aus tiefstem Herzen äussere und das Gespräch mit etwas „negativem“ beende und damit wieder alles nieder rede.

Verstand und/oder Muster, verleiten mich dazu. Mein Herz wieder klein zu reden. Mich wieder klein zu reden.

Ein Ausdruck meiner Unentschlossenheit.
Bin ich bereit meine Muster los zu lassen?

Was hindert mich daran?

Meine Therapeutin sagte einmal zu mir:

„Man bekommt das Gefühl, dass Sie gerne leiden. Sie sind doch masochistisch veranlagt, sonst würden sie doch nicht immer wieder die selben Dinge tun.“

Sie sagte auch unter anderem „Natürlich ist es einfacher dem Gewohnten treu zu  bleiben und somit enttäuscht und verletzt zu werden. Das ist ein sehr bekanntes Gefühl, das kennt man. Neues macht Angst, also verharrt man lieber in der Situation die schmerzt, denn das ist ein gewohntes Gefühl.“

Ich habe so oft erfahren was Schmerz & Leid ist. Mein Leben besteht quasi daraus.

Ich habe Angst Glück zu empfinden. Nicht selten erfuhr ich, dass sobald ich aufatme und glücklich bin, etwas schlimmes passiert.

Bin ich dadurch weniger empfänglich für das Glück geworden?

Oder weiss ich nur nicht wie man damit umgeht?

Da steht man dann mit 2 Händen voller Gefühle und weiss nicht wo hin damit…
Je mehr mir im Kopf rumgeht, desto weniger rede ich mit anderen darüber. Desto weniger habe ich ein Ohr für andere. Ich schalte ab und bin intern in meiner eigenen Welt.

Doch grade die letzten Wochen habe ich mich geöffnet.

Anja & Hannes die ein wichtiger Teil meines Lebens geworden sind (oder viel mehr schon immer unbewusst ein Teil meines Lebens/von mir waren), haben gespürt was los ist und mich aus der Reserve gelockt. Sie zeigten mir mit liebevollen verbalen Dachlatten, dass ich mich nicht mehr auf dem Weg zu mir selbst befinde.

Es ist nicht immer schön & nicht immer einfach, aber die Wahrheit tut eben oft weh. Und der Weg, den der Verstand ( Hand in Hand mit meinen Mustern ) geht, scheint erstmal bequem.
Man kennt ihn ja quasi schon ein Leben lang. „Anpassen und tun was „klug“ ist“ ist dann gefragt.

Aber wer hat festgelegt was „Klug“ ist?

Klug ist ja auch eher so eine Definitionssache.

Die Definition in meiner Welt:

  • Passe dich an, um anderen zu passen
  • Lächle auch wenn es noch so weh tut
  • Tue alles um Andere glücklich zu machen

Das macht aber auf Dauer einfach nicht glücklich. Es ist ein Leben in dem man tut was Andere für richtig halten und eines das  „sie“ dir mit auf den Weg gegeben haben. Ein Leben fern von den eigenen Emotionen. Jenseits von Liebe.

Der Weg, auf sein Herz zu hören, ist nicht immer einfach, er fühlt sich aber umso richtiger an, wenn man ihn erstmal geht.

Es heisst gewohnte Pfade zu verlassen.

Zur Liebe zurück zu kehren und sich mit allen Teilen zu akzeptieren. Sich wieder zu spüren. Zu spüren was man selbst braucht um glücklich zu sein.

Es heisst sich für „sich“ zu entscheiden und dennoch die Grenzen der Anderen zu spüren und zu wahren.

Es wäre genauso völlig fern von Liebe, in einer Beziehung fremd zu gehen und es zu rechtfertigen mit „das habe ich so gebraucht“. Oder jemanden zu vergewaltigen, weil man Lust verspürt oder sich nach Nähe sehnt. Das wäre alles andere als Liebe.

Es bedeutet sich „BEWUSST“ zu sein welche Folgen das eigene Tun hat.

Es heisst in Ressonanz mit sich selbst und anderen zu gehen. Grenzen & Bedürfnisse wahr zu nehmen und zu schauen, in wie weit man damit konform geht.

Fühlt es sich für mich und den anderen gut an?

Wird man so glücklich?

Was brauche ich um glücklich zu sein? Was ist mir wichtig?

Wir streben doch alle nur nach Liebe, Vertrauen und Geborgenheit. Aber bieten wir uns dies denn auch selbst?

Bin ich in der Liebe wenn ich meine eigenen Grenzen jemand anderem zu liebe übergehe?

Ganz klares, Nein…

Die Mensch um uns rum, spiegeln uns in gewisser Weise immer wieder. Sie zeigen uns was wir selbst von uns halten. Denn was wir glauben, was sie wollen oder nicht wollen, findet ja zu aller erst in unseren Köpfen statt.

Und wie soll jemand anderes deine Grenzen wahren, wenn du es nicht einmal selbst tust?

Jeder Mensch dem wir begegnen, ist nur ein Spiegel unserer selbst.

Alles spiegelt sich wieder. 

Genauso wie der chaotische Zustand meiner Wohnung wiederspiegelt, was in mir selbst vorgeht. Man sagt ja nicht umsonst „Wie es in den Wald hineinruft, so ruft es auch heraus.“, oder wie meine gute Freundin zu sagen pflegt „Wie es in den Wald hineinscheisst, so scheisst es auch heraus.“. Wahre Worte.

Selbstliebe ist immernoch ein schwieriges Thema für mich.

Die Definition von Liebe war bisher eher eine verzerrte Realität für mich. Durch die Muster meiner Kindheit, habe ich immer mehr den Bezug zu mir selbst verloren. Ich habe immer getan was in dieser oder jener Situation das „Beste“ für mich war, ohne zu schauen was das „Beste“ für mich wäre.

Umso mehr Chaos verursacht es momentan in mir, wahr zu nehmen was ich da eigentlich tue.

Wie unterscheidet man Muster vom wirklichen selbst?

Dazu ist das Gespür für den eigenen Körper wichtig.

Wonach sehne ich mich?

Erfüllt mich diese Situation grade wirklich mit Freude, oder jage ich grade meinem Muster nach?

Frei nach dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“

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