Meine Lieben…

Vor genau einem Jahr, haben meine emotionalen Probleme (meine internen emotionalen Güllefässchen, wie ich sie gern nenne), mich ins Krankenhaus gebracht… Dort machte es „klick“ und  ich erkannte, dass ich die einzige Person bin die verhindern kann das mein emotionaler Zustand, solch eine Auswirkung auf mein Leben hat.

Man kann die Umstände des Lebens oft nicht ändern, aber wie man damit umgeht.

Ich erkannte das ich Jemand sein möchte der soetwas verhindern kann, weil er anderen zuhört und sie nicht verurteilt und den schweigenden aufzeigt wie es sein kann den Mund auf zu machen und sich zu trauen zu seinen Ängsten und Gefühlen zu stehen.
Im Krankenhaus begann ich den Blog zu schreiben… Hannes sagte irgendwann letztes jahr  „schreib doch einen Blog über das was die passiert ist.“ und spontan fühlte ich eine art Begeisterung die gedämpft wurde von meiner Angst zu versagen… ich sagte „whaaat… Nein  ich kann das nicht! “
Aber ich dachte immer wieder drüber nach…

Es könnte mir helfen zu verarbeiten was geschehen ist und anderen helfen, sich verstanden zu fühlen.

Vielleicht würde es das Schweigen brechen. Jemand würde vielleicht seinen Lebensmut dadurch wieder finden…

Wenn ich nur einen Menschen erreichen würde, dem es besser gehen würde weil er sonst von keinem Verstanden wird oder nicht gesehen wird…

Nur eine gebrochene Seele, die dadurch den Mund auf macht und aus seiner Hölle ausbrechen kann.

Nur ein einzelner Mensch…. Dem weiteres Leid erspart wird…

Dann wäre die Welt ein Stückchen besser.
Was hatte ich zu verlieren?

Wo hatte mich mein Leben hingeführt? Ins Krankenhaus, weil mein Körper nicht mehr konnte und mich zur Ruhe zwang.

Es öffnete mir die Augen erneut… 

Wenn ich nur einen einzelnen erreichen konnte… EINEN!!!

Dieser eine könnte ich sein…

Es gab nichts zu verlieren!

Also begann ich den Blog zu schreiben, von dem ich geglaubt hatte, ihn niemals schreiben zu können. Noch im Krankenhaus hatte ich für mich einen Plan es anzugehen.
Es gab ständig in meinem Leben Trigger die mich aus der Bahn warfen. Von bestimmten Gerüchen (ein bestimmtes Parfüm, eine bestimmte Sorte Pfeifentabak…) bis zum Treffen einiger  Familienmitglieder (Mutter, Vater, Bruder…)

Und ich nahm mir vor, das jedesmal wenn etwas Triggert, es zu hinterfragen, wieso es triggert. Was geschah da mit mir? Dazu gibt es ja meist eine auslösende Situation die an eine andere Situation erinnert, in der etwas schlimmes geschehen war.

„Die meisten Menschen sind so in der Außenwelt versunken, dass sie für das, was in sich selbst abläuft, völlig blind sind.“

~Nikola Tesla~

Ich versuchte meinem Bauchgefühl zu folgen und erstellte nach und nach Beiträge zu Themen die akut waren oder aufgearbeitet werden wollten.

Wonach es sich eben anfühlte…

Und heute sitze ich hier… Ein Jahr später und könnte heulen vor Freude.

Diese eine Person habe ich längst 10 Fach erreicht.

When somethings dark, let me shed a little light on it

When somethings cold, let me put a little fire on it


If somethings old, I wanna put a bit of shine on it


When somethings gone, I wanna fight to get it back again

Die Beiträge wurden wie ich in der Statistik nachverfolgen konnte, in verschiedenen Ländern aufgerufen. Egal ob Holland, Irland oder auch in den Vereinigten Staaten… Kontinent übergreifend quasi. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Es gab in diesem Jahr so unglaublich viel Feedback auf die Beiträge des Blogs. Freunde und Bekannte schrieben mich an und sprachen mir ihre Bewunderung aus. Einige erzählten mir ihre Lebensgeschichte und Vertrauten sich mir an. Es war so wundervoll. Was als kleine Idee begann und ich geglaubt hatte niemals zu können, wurde zu etwas was anderen half.

Ich schrieb mit Fremden die nun gute Bekannte geworden sind und man unterstützt sich gegenseitig und baut sich auf.

Und soviel zur Wirkung auf Andere…

Ich habe vergeben gelernt und damit einiges für mich ad acta legen können. Für manches war noch nicht die Zeit. Und ich verspreche, einiges wird noch folgen. 

Auch möchte ich erwähnen, dass es für mich nicht leicht ist. Einerseits sich öffentlich von seiner verletzlichsten Seite zu zeigen und sich angreifbar zu machen, andererseits die Emotionen die beim Schreiben hoch kommen und manchmal tagelang als ungewollter Besuch mit mir zu Bett gehen, bis ich sie für mich transformieren kann und sich etwas in mir löst.

Fly

Life has rendered us fearful and weak,

In the face of brothers appear as we.

Hearing more what they have to say,

Than how we are passing our precious days.

 

Gently rocks the anchored ship,

Rare is the one who will venture down.

Better that we should try and fail,

We might discover the riches there.

 

Time must mean nothing at all,

If you refuse to let go.

Painting your story across empty skies,

Puts meaning into your life.

 

He who steps off the beaten path,

Is glared at by others with critical eye.

Choose to let your days fly away

Or taste for yourself what its like to fly.

 

Time is precious and time is now,

Standing still is a dangerous risk.

When you wake up and days are few,

And you are left mournfully wondering how.

 

Hours tend to flicker by,

Lives are ships passing in the night.

Leap with faith that the landing’s soft,

And do what you dream while you have the time.

 

Time must mean nothing at all,

If you refuse to let go.

Painting your story across empty skies,

Puts meaning into your life.

 

Lonely, given no one’s around,

So I spend it feet on the ground.

Better that we should fly and fall,

Than never know how to fly at all.

Dazu eigne ich mir immer mehr Wissen über die mentalen Prozesse und auch die kompensation negativer Gedanken und Gefühle an.

Von meiner Therapeutin habe ich in den 6 Jahren in denen ich nun schon bei ihr bin, niemals so viel Lob für meine Fortschritte bekommen, wie in diesem einen Jahr.

Und auch ich bin stolz auf das was ich tue. Nicht nur wegen der Bestätigung der Anderen, sondern auch weil ich den Mut hatte meine Ängste und Zweifel an meiner eigenen Person zu hinterfragen und sie immer wieder erneut zu überwinden.
Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken für die vielen liebevollen Worte und auch die Unterstützung die mir geboten wurde von so vielen Seiten.

Auch für das Vertrauen, dass ihr mir entgegenbringt, während ihr mir Euer innerstes offen legt. Es ist für  mich keinesfalls selbstverständlich.

Ich bin unendlich Dankbar dafür wie sich das alles Entwickelt hat.

In diesem Sinne, bleibt stark und liebevoll ❤

Bisherige Beiträge

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