Schon öfter habe ich in meinen Beiträgen vom „Wohnzimmer“ berichtet. Dort begann mein Wandel.

http://www.wohnzimmer-marburg.de/

Jetzt feiert das Wohnzimmer schon 3 Jähriges und ich möchte hier einmal den Link der Seite mit Euch teilen und meinen Beitrag meiner Ehrfahrung dort, den ich für die Homepage geschrieben habe..

http://www.wohnzimmer-marburg.de/2018/01/08/3-jahre-wohnzimmer/

Als ich im September 2016 eher durch einen Zufall das erste mal im Wohnzimmer aufschlug, war ich vom Leben gezeichnet und am Boden zerstört. 

(Siehe auch wake up – mein Aufschlag)

Was ich dort auffand war für mich kaum zu beschreiben. Jeder kümmerte sich um Jeden. Es wurde gemeinsam gelacht, geweint, gefeiert und getrunken. Es war und ist unglaublich, mit all seinen Höhen und Tiefen. Einfach grandios.

Hannes kannte ich schon aus dem Till Dawn und seinen „Ausstieg aus dem System“ (welchen Andere gern als „Hannes ist verrückt geworden“ bezeichnen), hatte ich auch mitbekommen und fand es super mutig und bewundernswert. Er setzte ein Zeichen, was Andere sich niemals getraut hätten.
Auch an diesem Abend an dem ich aufschlug, wurde diese Meinung gefestigt. Menschen aller Art, saßen zusammen und verbrachten den Abend in geselliger Runde miteinander. Egal ob Debatten über den glauben, Billiard oder Dart spielen oder einfach nur beim gemeinsamen Bier chillen.

Die Wohnzimmerregeln appellieren an ein liebevolles und harmonisches Miteinander.

Von den Gerüchten die herum gehen/gingen distanziere ich mich bis heute, da sie eher dem Bild von „Stille Post, nur in laut“ entsprechen. Soll bedeuten: Es werden Dinge gesagt und vielleicht durch dritte verfälscht und dann von vierten geglaubt ohne zu hinterfragen und werden dann laut raus posaunt. Für meinen persönlichen Geschmack etwas für Menschen, die nicht so gern hinterfragen und gern mit der breiten Masse gehen. Viel Spaß dabei *daumen-ironisch-nach-oben-richte*
Ich für meinen Teil wurde dort aufgefangen. Mir wurde gezeigt, dass ich gut bin so wie ich bin, und sollte ich mich mal daneben benommen haben, wurden ein paar liebevolle, verbale „Dachlatten“ verteilt und mir wurde gezeigt wie es auch anders gehen kann.

Ich erkannte meinen Wert und machte seitdem was meine Psyche angeht krasse Fortschritte. Es ist kein Geheimnis, das 80% des Publikums im Wohnzimmer vom Leben gebrochene Menschen sind. Im Gegenteil, man weiß es einfach und geht dementsprechend miteinander um. Man wird verstanden, auch wenn man mal nicht wie gewohnt funktioniert und es wird einem Hilfe angeboten. Auch mir! Und es hat für mich mein Leben verändert.
Das Wohnzimmer kann man nicht beschreiben, man sollte es erlebt haben.

Für mich ist es meine Familie geworden. Der Ort an dem ich akzeptiert werde wie ich bin und eine Menge lustige wie auch erkenntnisreiche Abende hatte.

Seit es den „Happy Kids Day“ gibt, sind meine Tochter und ich auch dort fester Bestandteil. Dort ist dann alles Kindgerecht mit Kaffee für die Großen und Tee und Säfte für die Kleinen sowie Kuchen für alle. Dort lauschen wir den Wünschen und Gesprächen der Kinder, gestalten gemeinsame Kunstprojekte, meditieren mit Anja am Klavier oder „Jung und Alt“ hüpfen gemeinsam über Tische und Bänke.

Vor einiger Zeit äußerte meine Tochter: „Mama? Weisst du was mein mit schönster Tag war? Als wir das erste mal beim „Happy Kids Day“ waren.“

Mehr braucht man dazu glaube ich nicht mehr sagen.
Seit über einem Jahr bin ich fester Bestandteil dieser wundervollen Einrichtung und bei meiner Therapeutin spreche ich öfter vom Wohnzimmer als „DIE Selbsthilfegruppe des Lebens“. Auch meine Therapeutin ist erstaunt welche positive Entwicklung ich gemacht habe seit ich dort hin gehe. Was akzeptiert werden doch für eine Wirkung haben kann  

Und nicht zu verachten ist, dass Jeder Jedem hilft wie er nur kann und Dankbarkeit ein großer Faktor in allen Bereichen ist. Egal bei was.

Es ist einfach wundervoll …

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