Mein Name ist nicht weiter relevant denke ich. Ich bin 1987 als weibliches menschliches Wesen geboren worden und lebe noch heute.

Für mich keine Selbstverständlichkeit.

Mein Leben ist durch einige Schicksalsschläge gezeichnet & ich würde es eher als „überleben“ statt „leben“ bezeichnen.

Innerlich sterbe ich heute noch oft genug. Zumindest fühlt es sich so an…

In meiner Kindheit wurde ich mehrfach Opfer von schwerem sexuellen Missbrauch. Nicht nur der damalige Lebensgefährte meiner Mutter, sondern auch der Vater meiner Mutter, haben mich mehrfach, über jahre hinweg, sexuell Missbraucht.

Ebenso hat der Lebensgefährte meiner Mutter meinen Bruder mehrfach sexuell Missbraucht.

Nach einigen Jahren, habe ich mich meiner Mutter gegenüber geöffnet und wir sind beim Täter ausgezogen.

Zwischenzeitlich hat meine Mutter ihren 4. Ehemann geheiratet und wir sind zu ihm gezogen. Mein Stiefvater war psychisch Krank (was nicht weiter verwunderlich war bei seiner Lebensgeschichte… nur mal so am Rande). Irgendwann sass er völlig fertig mit der Waffe am Kopf vor uns. Schlimmeres konnte verhindert werden, aber ab da befand sich der Schlüssel vom Waffenschrank in meiner Unterwäscheschublade (da mein Stiefvater im Gegensatz zum Ex-Lebensgefährten meiner Mutter, dort sicher nicht dran gehn würde) und die Bilder in unseren Köpfen…

Nicht lang nach der „Waffe-am-Kopf-Sache“ brannte unser Haus in dem wir zur Miete wohnten ab und wir waren ca. 6 Wochen ohne Wohnsitz. Für meinen Stiefvater war es mittlerweile der 3. Hausbrand und beim ersten mal kam sein Kollege und guter Freund beim Brand ums leben. 

2006 habe ich beschlossen nicht länger „das Opfer“ zu sein und Anzeige zu erstatten, gemeinsam mit meinem Bruder.

Ich werde nach und nach Beiträge verfassen die näher ins Detail gehen. Aber erstmal nur die Kurzfassung um einen Überblick zu bekommen.

Den Gerichtsprozess haben wir 2008 gewonnen bzw. 2009, da der Täter in Revision ging zog es sich noch weiter hin.

Danach wurden wir mehrfach belästigt und verfolgt. Auch noch Anfang 2010 als ich schwanger war und mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus lag.

Auch dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Heute bin ich Mutter von einer wundervollen Tochter und lebe getrennt von meinem Ehemann der mit mir die schwere Zeit durchgestanden hat. Dafür bin ich ihm noch heute unendlich dankbar und möchte ihn als guten Freund in meinem Leben nicht mehr missen.

Nach der Geburt unserer  Tochter entwickelten sich bei mir immer mehr Ängste und es wurde für mich und andere zu einem Zustand der nur schwer zu ertragen war.

Die Diagnose meiner Psychotherapeutin:

Posttraumatische Belastungsstörung (kurz „PTBS“) mit generalisierter Angststörung, Panikattacken, Flashbacks & Intrussionen.“